Programme

Von kollektiven, transkulturellen Eigenkompositionen über glokale Welthits – das Bridges Kammerorchester bietet verschiedene Programmlinien zwischen 15 und 25 Musiker*innen an – mit und ohne Dirigat.


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Matthias Köster, Orchestermanager
matthias.koester@bridges-kammerorchester.de
+49 (0)151 44974379

Performatives Konzert ohne Dirigat

Von der Seidenstraße über Venedig nach Konstantinopel

Das Bridges Kammerorchester präsentiert eines seiner erfolgreichsten Programme in einem neuen Format: in diesem performativen Konzert spielt das Orchester ohne Dirigat. Dadurch treten die Orchestermitglieder selbstbestimmt und eigenverantwortlich miteinander in Interaktion.

Venedig – als einst führende Handelsmacht im Mittelmeerraum, als international bedeutende Musikmetropole und weltoffene Stadt – steht in diesem Programm beispielhaft für den inspirierenden Austausch zwischen (Musik)-Kulturen.

Ausgehend von der iberischen La Follia in den Variationen des berühmten venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi spannt sich der Bogen zu Kompositionen, die Stilistiken aus der arabischen, persischen und europäischen Klassik, dem Jazz, zeitgenössischer Musik, osteuropäischer Folklore sowie verschiedenen Formen zentralasiatischer und lateinamerikanischer Musik verbinden. So entsteht aus der Vielfalt der Identitäten der Musiker*innen sowie im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation der einzigartige Bridges Sound.

Die Werke sind von Orchestermitgliedern komponiert bzw. arrangiert.

Aus dem Programm:

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Arrangeurin: Johanna-Leonore Dahlhoff
La Follia

Salim Salari (*1992), Rabie Azar (*1980), Peter Klohmann (*1986)
Alterity 2 4 what

Gabriel Mientka (*1986)
Constantinople


Besetzung:
25 Musiker*innen ohne Dirigat
Konzertlänge: 2 Stunden inklusive Pause 

Konzertprogramm

Mozart und Beethoven beyond time and space

Das Konzertprogramm verbindet Werke der berühmten europäischen Meister Mozart und Beethoven mit der Vielfalt von Kulturen und Musiktraditionen, die unsere Gesellschaft heute prägen: das 5. Klavierkonzert von Beethoven sowie die „kleine“ G-Moll-Sinfonie von Mozart werden von Mitgliedern des Bridges Kammerorchester re-composed und damit in unsere transkulturelle Gegenwart übersetzt.

Den europäischen Großmeistern der Klassik wird mit Majid Derakshani einer der bedeutendsten persischen Kunstmusikkomponisten der Gegenwart gegenübergestellt. Weitere Eigenkompositionen der Orchestermitglieder, die teilweise auch kollektiv komponieren, beschäftigen sich auf unterschiedlichste Art mit der kulturellen Vielfalt des 21. Jahrhunderts. Die eigene Herkunft hörbar machen und gleichzeitig eine gemeinsame neue Klangsprache zu entwickeln, zieht sich als Grundthema durch das Konzertprogramm.

Die Werke sind von Orchestermitgliedern komponiert bzw. arrangiert.

Aus dem Programm:

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)
Arrangeurin: Johanna-Leonore Dahlhoff
Beethoven beyond time and space
Eine Hommage an das Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur, Op. 73
 


Besetzung:
25 Musiker*innen ohne Dirigat
Konzertlänge: 2 Stunden inklusive Pause

Performatives Konzert

Identigration

Unter dem Titel „Identigration“ gestaltet das Bridges Kammerorchester einen inszenierten Konzertabend, der das Wechselspiel von persönlicher Identität und Integration in Gruppen beleuchtet. Musiker*innen aus unterschiedlichsten kulturellen Kontexten bringen ihre musikalischen Heimaten in einen lebendigen Dialog und formen daraus einen gemeinsamen Klangraum, der Zugehörigkeit nicht als Herkunft, sondern als Begegnung erfahrbar macht. In einem durchgehenden, schwungvollen Programm ohne Pause entfaltet sich ein Abend von großer Energie und Offenheit.

Die Werke sind von Orchestermitgliedern komponiert bzw. arrangiert.

Aus dem Programm:

Atefeh Einali (*1990)
I am from Nowhere

Peter Klohmann (*1986)
Identigration?


Besetzung:
18 – 22 Musiker*innen  
Konzertlänge: 75 Minuten ohne Pause

Performatives Konzert ohne Dirigat

Complementarity

„Complementarity“ heißt das Programm, das die Stärke der Vielfalt zeigt: Orchestermitglieder unterschiedlichster (musik-) kultureller Hintergründe lassen etwas schöpferisch Neues entstehen und drücken eine gegenteilige wie ergänzende Vielfalt aus. Das Programm steht für die Lebendigkeit des Bridges Sounds: Peter Klohmann widmet sich in seinem titelgebenden Stück der Komplementarität in Rhythmik und Melodik und kreiert vielschichtige Kaleidoskop-Effekte, Majid Derakhshani kombiniert in seinem Werk klassisch persische Musik mit europäischen Einflüssen. Weitere musikalische Höhepunkte sind Eigenkompositionen von u. a. Johanna-Leonore Dahlhoff (Künstlerische Leitung) und transkulturelle Arrangements berühmter Klassiker von Antonio Vivaldi und Hassan Skaf.

Gespielt wird bewusst ohne Dirigat. Dadurch entsteht eine besondere Form des musikalischen Miteinanders: Die Musiker*innen gestalten Tempo, Dynamik und Übergänge gemeinsam, hören intensiv aufeinander und treffen Entscheidungen im Moment. Diese kollektive Verantwortung führt zu einer erhöhten Präsenz auf der Bühne und macht das Zusammenspiel unmittelbar erfahrbar – als lebendigen, atmenden Prozess, der die Idee von Komplementarität nicht nur thematisch, sondern auch praktisch verkörpert.

Aus dem Programm:

Majid Derakhshani (*1957)
Khoroush

Walid Khatba (*1981)
Regentanz

Johanna-Leonore Dahlhoff (*1982)
Cappriccio für Kammerorchester

Konzertformat für Jugendliche

I am from Nowhere

I am from Nowhere ist ein Konzertformat für Jugendliche, mit der gesamten Besetzung des Bridges Kammerorchester gespielt wird. Es enthält fast nur Eigenkompositionen und wird von sich dramaturgisch aufbauenden Licht- und Textebenen getragen.

„I am from Nowhere” – Dieser Titel kann viele Bedeutungen haben. Atefeh Einali hat ihn als Reaktion auf ein prägendes Erlebnis gewählt. Gesetze, Vorschriften und Beschränkungen hatten sie damals daran gehindert, weiterzureisen. Die Grenzen fühlten sich wie eine Trennung vom Rest der Welt an, die sie nicht überwinden darf. Als Komponistin bezieht sich Atefeh Einali auf die persische Musiktradition, entwickelt diese weiter und findet so eine eigene Stimme. Ihre Musik transportiert ihre Bedeutung des Titels unmittelbar und geht weit darüber hinaus.

In dem gleichnamigen Konzertprogramm erkundet das Bridges Kammerorchester die verschiedenen Arten von Musik, mit denen die Orchestermitglieder aufgewachsen sind und mit denen sie sich beschäftigen. In eigenen Kompositionen und Arrangements machen sie hörbar, dass Musik selten eindeutig ist. Jedes Werk lässt die einzigartige Besetzung des Ensembles auf neue Art erklingen. Manchmal ist eine bestimmte Musiktradition eindeutig herauszuhören, wie in den Stücken Samai Bayat, Termeh und Cirilí. Oder eine Melodie klingt nach Folklore, ist aber in Wahrheit frei erfunden, wie in Constantinople. Manchmal werden eindeutige Elemente aus Jazz oder europäischer Klassik hörbar und entwickeln sich plötzlich in eine andere Richtung. Wieder andere Werke lassen sich kaum einem bestimmten Stil zuordnen. Oder doch?

From the programme:

Atefeh Einali (*1990)
I am from Nowhere


Länge:
65 Minuten 
Alter: ab 14 Jahren

Referenzen: Elbphilharmonie Hamburg