I am from Nowhere ist ein Konzertformat für Jugendliche, mit der gesamten Besetzung des Bridges Kammerorchester gespielt wird. Es enthält fast nur Eigenkompositionen und wird von sich dramaturgisch aufbauenden Licht- und Textebenen getragen.
„I am from Nowhere” – Dieser Titel kann viele Bedeutungen haben. Atefeh Einali hat ihn als Reaktion auf ein prägendes Erlebnis gewählt. Gesetze, Vorschriften und Beschränkungen hatten sie damals daran gehindert, weiterzureisen. Die Grenzen fühlten sich wie eine Trennung vom Rest der Welt an, die sie nicht überwinden darf. Als Komponistin bezieht sich Atefeh Einali auf die persische Musiktradition, entwickelt diese weiter und findet so eine eigene Stimme. Ihre Musik transportiert ihre Bedeutung des Titels unmittelbar und geht weit darüber hinaus.
In dem gleichnamigen Konzertprogramm erkundet das Bridges Kammerorchester die verschiedenen Arten von Musik, mit denen die Orchestermitglieder aufgewachsen sind und mit denen sie sich beschäftigen. In eigenen Kompositionen und Arrangements machen sie hörbar, dass Musik selten eindeutig ist. Jedes Werk lässt die einzigartige Besetzung des Ensembles auf neue Art erklingen. Manchmal ist eine bestimmte Musiktradition eindeutig herauszuhören, wie in den Stücken Samai Bayat, Termeh und Cirilí. Oder eine Melodie klingt nach Folklore, ist aber in Wahrheit frei erfunden, wie in Constantinople. Manchmal werden eindeutige Elemente aus Jazz oder europäischer Klassik hörbar und entwickeln sich plötzlich in eine andere Richtung. Wieder andere Werke lassen sich kaum einem bestimmten Stil zuordnen. Oder doch?